Nun aber zu den Neujahrsvorsätzen…

Wenn man dem Tod in seinem Leben schon einige Male begegnet ist, verändert sich die Einstellung.

So ist es zumindest mir ergangen. Viele Jahre bin auch ich der Maschinerie der guten Neujahrsvorsätze auf den Leim gegangen. Aber von Jahr zu Jahr merkte ich, dass mir der Sinn dahinter mehr und mehr fehlte. Warum sollte sich auf einmal nächstes Jahr alles gravierend verändern? Warum sollte ich mich jedes Jahr zu Silvester plagen, was ich alles an vorgenommenen Dingen NICHT erreicht hatte im alten Jahr (ich bin leider ein sehr ehrgeiziger Mensch…)? Warum sollte ich im neuen Jahr unbedingt abnehmen? Warum sollte NÄCHSTES Jahr alles „besser“ und einfacher werden???

Wer mich kennt, der weiß: Ich habe Ziele, keine kleinen! Ich habe eine große Unternehmensvision und viele persönliche Ziele, an denen ich stetig arbeite. Mal gelingt es mir besser, mal schlechter. Was dies allerdings mit Neujahrsvorsätzen zu tun hat, ist mir schleierhaft und erscheint mir, aus heutiger Sicht, auch mehr als Marketingstrategie…

Die Frage

Die Frage, welche ich mir allerdings täglich stelle, lautet: Wäre ich glücklich mit meinem Leben, wenn ich jetzt sterben würde?

Krass???? Nein, sondern ehrlich! Es kann so schnell vorbei sein und wenn es soweit ist, kann man nicht auf nächstes Jahr warten. Ich versuche täglich ein Leben zu führen, das ich liebe. In dem ich glücklich bin, so wie ich bin. Ein Leben, in dem ich allen mir wichtigen Menschen migeteilt habe, wie ich fühle und was ich ihnen zu sagen habe. Ich glaube, diese Frage ist inzwischen mein größter Antreiber.

Was das für mein Leben und die Neujahrsvorsätze bedeutet, kann ich euch anhand einer aktuellen Geschichte erzählen:

Wäre es rein um meine Karriere gegangen, hätte mich der Wunsch meines Mannes nach einem zweiten Kind völlig kalt gelassen. Bei meiner täglichen Frage musste ich mir allerdings ehrlicherweise eingestehen, dass unsere kleine Tochter für mich tagtäglich das lebendig gewordene Glück bedeutet. Und das, obwohl sie als getarnter Dackelbiss doch eine riesengroße Überraschung war. Unter diesem Aspekt bekam der aktuelle Wunsch nun eine völlig andere Richtung. Wäre ich, wenn ich heute sterben würde und für mein Unternehmen die Familienplanung eingestellt hätte, glücklich? Meine emotionale Antwort war eindeutig… Hätte ich mir nun vornehmen sollen: Nächstes Jahr? Oder auch: Nächstes Jahr ersteinmal Karriere und dann schauen wir nächstes Silvester weiter?

Diesen Plan, so scheint es zumindest oft, haben glaube ich viele. Und so vergeht dann Jahr für Jahr. Und dann kommt er unerwartet ums Eck: Der Schicksalsschlag – und die allermeisten bereuen dann, ihr Leben nicht gelebt zu haben…

Meine Unternehmensvision lautet: Ein familienfreundliches Unternehmen aufzubauen, in dem sich arbeiten wie Urlaub machen anfühlt. Und zu meinem Urlaub gehört auch meine Familie 😉 Also lasst Euch überraschen, was dieses Jahr so bringen wird.

Und aus diesem Grund halte ich nichts von Neujahrsvorsätzen… Was denkst Du darüber?

Liebe Grüße

Eure Myriam

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